Wir machen uns stark für die nächste Etappe:
Nein zu einer engen Umfahrung der B3 um den Straßberg herum!
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Das Sommerloch der Presse wurde zu Lasten der Anwohner gefüllt

Durch die Veröffentlichung der FNP vom 17.7.2008 ahnen wir, dass die gemeinsame Resolution der Stadtverordnetenversammlung gegen eine enge Umfahrung des Straßbergs aufgrund eines vorschnell veröffentlichten Entwurfs platzen wird. Wer glaubt denn im Ernst daran, dass sich die Stadt Karben finanziell am Fernstrassenbau beteiligen kann? Niemand! Aber die Einigkeit über Parteigrenzen hinweg ist damit zerstört.
Die direkten Anwohner der alten B3 fürchten sowieso eine zukünftige Baustelle und eventuelle Folgen. Der Nachbarschaftsfrieden gerät durch Leserbriefe fast in's Wanken. Alle wollen aber dasselbe: Die Fernstraße so weit wie möglich weg und möglichst nicht um den Straßberg herumgeschlängelt. Wenn da bloß die Hamster nicht wären.
Die Politik im Lande hat aber Wichtigeres zu tun. Und Ruhe ist ja die erste Bürgerpflicht! Das passt auch den Planern. Also: auf ein gutes neues (Wahl-)Jahr!


 

Nun ist die Katze aus dem Sack

Vorentscheid für B3-Ausbau: entweder a) die enge Umfahrung des Straßbergs oder b) die Unterflurtrasse. Beide Entwürfe sind als Vorzugstrassen dem Bundesverkehrs­ministerium zur Entscheidung vorgelegt worden. Siehe FNP vom 7.7.2008 .
Die enge Umfahrung des Straßbergs (rote Trasse, Entwurf siehe hier) wird vorgeschlagen weil sie billiger ist als die Unterflurtrasse, diese aber wurde jetzt als die ökologisch beste Lösung amtlich bestätigt (Entwurf Unterflurtrasse siehe hier).
Die Bürgerinitiative B3 am Straßberg versucht nun, bei der politischen Entscheidung zu Gunsten einer Bundesfernstraße mit prognostizierten 26.000 Fahrzeugen täglich und mit irreversiblen Auswirkungen für kommende Generationen, nicht die Kosten zum entscheidenden Faktor werden zu lassen und bittet Politiker von Bund, Land und Stadt um Unterstützung, die für Okarben vernünftigste und nachhaltigste Entscheidung zu treffen.
Deshalb war schon die öffentliche Sitzung des Stadtplanungsauschusses am 9.7.2008 sehr gut besucht (siehe FNP vom 11.7.2008).

Zu den Fragen und Wortbeiträgen anbei folgende Anmerkungen:

Die Weiterführung der Ausbaustrecke am Knoten 0 bei Kloppenheim soll mittels einer Brücke über die Landstraße L3205 planfrei (d.h. kreuzungsfrei) durch Zu-/Abfahrtsrampen erfolgen (siehe Kartenausschnitt 1).

Die Anbindung der geplanten Nordumgehung soll am Toom über die derzeitige B3 mit Auffahrt auf die Ausbaustrecke an o.g. Rampen hinter Kloppenheim erfolgen.
Die Kreisstraße von Petterweil muss am BBW mittels einer Brücke über die neue und alte B3 geführt werden. Neue und alte B3 sollen östlich vom BBW bis hinter die Tankstelle parallel nebeneinander verlaufen. (siehe Kartenausschnitt 2).

Die rote Trasse soll zwischen dem westlichsten Grundstück am Rodheimer Weg und der Gerätehalle von Landwirt Weis den Berg hoch führen. Freies Feld dazwischen 108 Meter. (siehe Kartenausschnitt 3) Die tiefer gelegte Fahrbahn von maximal 8 Meter beansprucht mit Böschungen mindestens eine Breite von 50 Metern:

Wie man oben sieht, verbraucht die rote Trasse nicht nur 50 m breit wertvolles Ackerland. Da sie im engen Bogen um die Häuser führt, ist sie auch länger als die Unterflurtrasse, damit fahren die Autos eine längere Strecke. Und die längere Strecke führt zudem von beiden Seiten noch den Berg hoch, von 120 m auf 147 m an der höchsten Stelle:
 

Die rote Trasse dient nicht der Verflüssigung des Fernverkehrs um den Kraftstoffkonsum zu senken, sondern läßt fremde Autos länger ihre Schadstoffe über Okarben wehen.

Für die Unterflurtrasse soll auf der bestehenden Trasse die B3 auf einer Länge von 390 m in einem gedeckelten Trog unter dem Boden geführt werden. Hinzu kommen vor und nach dem Tunnelbereich die entsprechenden Abfahrten. Der Rodheimer Weg würde über die Tunneldecke in die Omega-Unterführung am S-Bahnhof Okarben geführt werden, wie auch dann die neu zu bauende innerörtliche Straße (siehe Kartenausschnitt 4).

Die Bürgerinitiative hat die Sorgen der direkten B3-Anwohner gehört und sich vorgenommen, ihnen Ende August erneut die Möglichkeit zu geben, sich an Hand des Videos über den Bau der vergleichbaren Unterflurtrasse in Maishofen (Österreich) über die technischen Details eines solchen Bauwerks zu informieren, und zu sehen, dass dort die Bedenken ausgeräumt wurden und nun die Anwohner zufrieden mit der Straße unter dem Boden sind.
Die Beeinträchtigungen durch Umleitungen und Baulärm sind nur temporär,
die durch einen neuen Straßeneinschnitt verbrauchte Natur fehlt aber für immer.

 


 

Die Zukunft der Stadt einigt die Parteien

So stand es in der FNP vom 12.6.2008 : Gemeint ist das Vorhaben, vom Planungsverband Rhein-Main mehr Entwicklungsflächen für Karben zugestanden zu bekommen. Dass in so einer wichtigen Sache die Kommunalpolitiker in Karben an einem Strang - in die selbe Richtung - ziehen, läßt auch für eine vernünftige Lösung der B3 hoffen (siehe unten). Denn nur wenn wir uns in der Stadt einig sind, können wir Land und Bund überzeugen, hier in Karben eine vernünftige Lösung zu bauen. Wenn wir uns hier nicht einig sind, bekommen wir die billigste Lösung. Leben müssen wir in der Zukunft damit, nicht die Planer.


 

Auch in Karben kann die Vernunft siegen

Es ist ein gutes Zeichen, wenn Straßenbau keine Parteipolitik mehr ist. So scheint es wenigstens derzeit in Karben zu sein: Die Bürgerinitiative B3 am Straßberg konnte Politikern aller Coleur am 24. Mai 2008 anläßlich des Frühlingsfestes und am darauf folgenden Samstag die Korridore zeigen, in denen die neue Trasse der B3 geplant wird.

Wenn man vor Ort den Berghang über grüne Felder hinunterschaut, sieht man eine Straßenplanung mit ganz anderen Augen als auf einer Planskizze. Man sieht die mögliche Zerstörung eines sehr intensiv genutzten Natur- und Naherholungsgebiets, man kann sich dann die sehr starke Belästigung durch Emissionen nicht nur für den Straßberg, sondern auch für den östlichen Teil von ganz Okarben vorstellen. Und man erkennt den möglichen Verlust von landwirtschaftlich wertvollem Boden. Die UN-Naturschutz­konferenz in Bonn (19.-30.5.2008) beschloss, dass ein bewussteres Umgehen mit landwirtschaftlich genutzten Flächen notwendig ist. Auch Bundeskanzlerin Merkel forderte auf, das Wirtschaftswachstum vom Flächenverbrauch abzukoppeln. So ist auch der frühere Bürgermeister von Karben, Detlev Engel, zukunftsweisend, wenn er sagt, dass es ein Wahnsinn sei, diese große Fläche zu opfern, um einen Bogen um ein Wohngebiet zu führen, anstatt den bestehenden Verlauf zu nutzen und eine Lärm-zu-Lärm-Konzeption umzusetzen, die keinen zusätzlichen Landverbrauch verrsachen und den Anwohnern entlang der Bahnstrecke eine Lärmschutzmaßnahme einbringen würde, die sie ohne eine neue B3  (Unterflurtrasse)  nicht bekommen würden.

Wenn sich die Einigkeit unserer Bundestagsabgeordneten Nina Hauer und unserer Landtagsabgeordneten Jürgen Walter, Tobias Utter und Jörg-Uwe Hahn auch bei den Karbener Kommunalpolitkern zu einem entsprechenden politischen Willen manifestiert, dürfte einer vernünftigen Lösung nichts mehr im Wege stehen. Lesen Sie hierzu bitte auch die Presseartikel ab Mai/Juni 2008 und sehen hier Bilder der Gespräche:

Frühlingsfest am Rodheimer Weg

Oliver Feyl, Thomas Görlich, Nina Hauer, Mario Beck

Tobias Utter, Jürgen Walter

Jürgen Walter, Mario Beck, Tobias Utter

Detlev Engel, Jürgen Walter, Tobias Utter 

D. Engel, J.-U. Hahn, G. Rahn, H.-J. Stadler

Auf der "roten Trasse" am 28.6.2008 

Ingeborg Rippen, Beate Reuther, Jörg-Uwe Hahn


 

Die Vernunft hat gesiegt

So stand es in der ADAC-Motorwelt 5/2008 Seite 60. Gemeint war, dass der umstrittene E10-Sprit nicht kommt, dass es aber trotzdem Möglichkeiten für den Klimaschutz gäbe. Umweltschützer und der ADAC plädieren für andere staatliche Aufgaben und fordern Maßnahmen zur Verflüssigung des Verkehrs um den Kraftstoffkonsum zu senken.

Genau diese Verflüssigung des Verkehrs auf der B3 wird nicht erreicht, wenn sich die neue Trasse den Straßberg hochschlängelt. Nur die kürzeste Gerade würde den Verkehr verflüssigen und den Kraftstoffkonsum senken. Zwei der in der Prüfung befindlichen Varianten würden dies tun. Wollen wir hoffen, dass auch hier die Vernunft siegt!


 

In Friedrichsdorf lehnt der Magistrat den Bau einer weiteren Umgehung ab

Die Mehrheit im Stadtparlament wies am 17.4.08 einen entsprechenden Antrag ab, weil durch die neue Umgehungsstraße ein weiteres Stück Landschaft zerschnitten würde und sich keine Entlastung für die Anwohner ergäbe. Gute Argumente!
 
Es wäre schön, wenn sich auch der Magistrat in Karben für eine Vorzugsvariante der B3a stark machen würde,

  • die für die Anwohner verträglich ist,
  • die nicht nur Hamster und Freizeit-Aktivisten schützt,
  • die den Hang südlich des Straßbergs nicht zerschneidet
    (damit nicht ganz Okarben bei Ostwind unter Lärm und Abgasen vom Hang leidet)

Zwei der in der Prüfung befindlichen Varianten entsprechen diesen Kriterien!


 

Und weil wir nicht gestorben sind, kämpfen wir für morgen.

Unter diesem Motto feierte die BI Friedberg-West Anfang 2008 ihr 15-jähriges Bestehen.
Die Veranstaltung zeigte, wie gut es ist, wenn Politiker aller Couleur »an einem Strang ziehen«, und wie wichtig es ist, dass »die Bürger Initiative ergreifen« und den Politikern sagen wo der Schuh drückt. Die anwesende Bundestagsabgeordnete unseres Kreises, Nina Hauer (SPD), ermutigte ausdrücklich die BI, weiter für die Sache zu kämpfen.
Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Tobias Utter bot unserer BI "B3 am Straßberg" seine Unterstützung an.


 

 
 

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